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Samstag, 9. Juni 2012

Die ARD und ZDF-Lügner: Dasselbe Video - verschiedene Berichterstattung

Am 15.04. berichtete die Tagesschau wieder einmal über Homs. Der Friedensplan wäre von Assad gebrochen worden, so hieß es. Als Beweis brachten sie ein Video, dass von den Rebellen aufgenommen wurde. Am selben Tag zeigte das ZDF-"Heute Journal" einen Beitrag, in dem behauptet wurde, dass die Taliban in Kabul weiter Terroranschläge verüben.
Im Großen und Ganzen nichts besonderes, das Problem ist nur: Es handelt sich um dasselbe Video.



Der Bildblog forderte eine Stellungnahme von der "Heute Journal"-Redaktion, erhielt aber keine Antwort. Obwohl die E-Mail richtig adressiert war, antwortete ihnen der zuständige Redakteur erst am nächsten Tag, mit der Behauptung, er habe keine Anfrage erhalten. Mittlerweile hatte er sich schon ein Ausrede zurechtgelegt:
Diese 7 Sekunden lange Einstellung zeigte Aufnahmen aus dem syrischen Homs. Ursache der bedauerlichen Verwechslung war eine falsche Zuordnung der Bilder in unserer Bildschnittdatenbank. Leider ist uns das durchgegangen, obwohl in unseren Sendungen für praktisch jedes Wort und Bild ein Sechsaugen-Prinzip gilt. Ich kann nur um Verständnis dafür bitten, dass so etwas bei mehreren tausend Film- und Wortbeiträgen im Jahr zwar äußerst selten vorkommt, aber nie ganz auszuschließen ist.
Das kommt äußerst selten vor? In letzter Zeit häufen sich die seltsamen Berichterstattungen der deutschen Medien. Was selten vorkommt ist einzig und allein, dass diese auch aufgedeckt werden. Gerade das ZDF bekleckert sich mit seiner Berichterstattung wahrlich nicht mit Ruhm:

ZDF zeigt Video aus dem Iran und gibt es als Aufnahme aus Syrien aus (Video)
Ahmadinedschad: Das ZDF lügt uns weiterhin die Hucke voll (Beitrag)
Das ZDF zensiert Ahmadinedschad sowie Aufdecker-Kommentare auf Youtube (Beitrag + Video)

Doch auch die ARD steht ihrem Brudersender um nichts nach:

ARD zeigt verfälschtes Video über Syrien (Beitrag + Video)

Die Stellungnahme des verantwortlichen ZDF-Redakteurs lässt darauf schließen, dass das Video tatsächlich aus Homs stammt. Das mag schon sein. Viel interessanter wäre allerdings zu welchem Zeitpunkt es aufgenommen wurde. Die ARD sagte ja: "Das Video stammt aus Aufnahmen von den Rebellen". Nichts genaueres weiß man nicht.

Dabei wäre aber der Zeitpunkt der Aufnahme sehr wichtig, wollte man doch beweisen, dass das Friedensabkommen durch Assad gestört wurde. Warum ich das anspreche kommt nicht von ungefähr. So berichtete auch der Sender Al-Jazeera über angebliche Verstöße Assads. Als Beweis zeigte er ein Video, wo ein Stadtteil aus Homs völlig mit Granatnebelschwaden überzogen ist. Al-Jazeera betitelte das angebliche Beweisvideo mit "live".
Ein Bürger aus Homs, der in diesem Stadtteil lebt, deckt mit seiner Handy-Kamera den Schwindel auf.



Aufgrund einer solchen Berichterstattung verwundert es nicht, dass im März dieses Jahres Journalisten von Al-Jazeera reihenweise kündigten. Grund: Sie hielten die Lügen und Propaganda nicht mehr aus, die sie über Syrien und zuvor Libyen erzählen mussten. (Video)

Wann werden wohl die ARD und ZDF-Journalisten den Schneid aufbringen, selbiges zu tun?

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